Wir kennen ihn nun schon ein paar Jahre: Brayan Agramonte, der Schlossherr der Habsburg. Cornelius war als Fotograf schon an unzähligen Hochzeiten auf der Habsburg und die beiden haben sich auf Anhieb gut verstanden. Denn sie haben eines gemeinsam: Sie stellen sich selber hinten an, um Brautpaaren den gewünschten Traum-Hochzeitstag zu ermöglichen. Da wir am Sonntag, 3. Februar auch dieses Jahr wieder am Tag des offenen Tors, der hauseigenen Hochzeitsmesse der Habsburg, teilnehmen werden, möchten wir euch Brayan mal etwas näher vorstellen. Denn es ist beeindruckend mit welcher Hingabe sich Brayan den vielen Hochzeitspaaren widmet, deren Hochzeit er mit seinem Team in den alten Gemäuer der Habsburg ausrichten darf.

Schloss Habsburg Brayan Agramonte

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Hier also das Gespräch von Sara mit dem sympathischen 30-jährigen Brayan Agramonte, Küchenchef und Schlossherr der Habsburg sowie glücklich verheirateter Papi eines 10-monatigen Töchterchens:

Brayan, wie ist dein Werdegang und seit wann bist du auf der Habsburg?

Brayan: Ich bin gelernter Koch und habe 2014 die Weiterbildung zum Chefkoch abgeschlossen. 2011 bin ich zur Hotelgruppe AargauHotels gestossen und seit 2015 Chefkoch im Schlossrestaurant Habsburg, welches zu AargauHotels gehört. 2017 habe ich dann zusätzlich die Funktion des Schlossherren übernommen.
[Anmerkung von Sara: Bei der regionalen Hotelgruppe Aargauhotels.ch mit 13 Betrieben dreht sich alles um’s Wohlfühlen mit offiziellen „Wohlfühlen-Managern“. Da ist der Name hoffentlich Programm!]  

Was macht das Heiraten auf der Habsburg einzigartig?

Brayan (denkt nach): Wir sind einfach da und versuchen alles irgendwie möglich zu machen. Bei uns ist es familiär und viele Brautpaare kommen regelmässig zurück, um bei uns zu essen. Es ist fast als hätten sie ein bisschen Heimweh. Ich will den Brautpaaren die Nervosität nehmen, ihnen das Gefühl geben, dass sie an ihrem Hochzeitstag für mich die wichtigsten Personen sind. Bei uns gibt es keine 0815-Hochzeiten, ich will soweit wie nur irgendwie möglich alle Wünsche der Brautpaare erfüllen.
[Anmerkung von Sara: Brayan hätte hier auch die hervorragende Küche erwähnen können, dass sie das einzige Schloss im Aargau mit eigenem Restaurantbetrieb sind und dass sich dank dem Anschluss an Aargauhotels auch das Übernachten der Hochzeitsgesellschaft einfach und zu guten Konditionen organisieren lässt. Aber ich spüre im Gespräch, wie sehr sich Brayan den Hochzeitspaaren verbunden fühlt und wie es für ihn selbstverständlich ist, für seine Paare das ihm Mögliche zu tun.]

Wie läuft eine typische Hochzeit bei euch ab? Vom Erstkontakt bis zur Hochzeit.

Brayan: Als erstes erfolgt eine Terminanfrage über unser Bankettbüro. Drei Kolleginnen kümmern sich bei uns um die administrativen Belange. Da ich ja auch der Küchenchef des Schlossrestaurants Habsburg bin, brauche ich im Büro Unterstützung. So wird beim Erstkontakt mit dem Bankettbüro geklärt, ob der gewünschte Hochzeitstermin noch frei ist und falls ja, treffe ich mich dann persönlich mit den Pärchen direkt vor Ort, um ihnen einerseits die Räume zu zeigen, aber auch um die individuellen Wünsche des Brautpaares zu erfahren.
In der Folge erhält das Brautpaar eine Offerte mit dem Umfang der geplanten Hochzeit. Sofern das Brautpaar dann zusagt, treffen wir uns für ein weiteres Gespräch, um die Details wie Essen, Apéro oder Getränke, etc. zu besprechen. In der Regel kommt das Brautpaar dann zum Probeessen vorbei. Der Zeitpunkt dafür ist unterschiedlich – so wie es dem Brautpaar am besten passt. Abschliessend geht es in einem letzten Treffen circa ein Monat vor der Hochzeit nochmals darum, den genauen Zeitplan konkret zu besprechen. An der Hochzeit selber koordinieren wir dann nicht mehr mit dem Brautpaar, sondern mit den Trauzeugen oder Tätschmeister. Wir stellen also sicher alle Bedürfnisse und Wünsche, inkl. Ablauf sämtlicher Programmpunkte (soweit wie möglich), im Vorfeld besprochen zu haben. Dann läuft an der Hochzeit selber alles rund.

Du bist sowohl Schlossherr als auch Küchenchef. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus und wie viel davon hat mit Hochzeiten zu tun?

Brayan: Mein Arbeitstag startet in der Regel um 9 Uhr. Während den Essenszeiten bin ich natürlich in der Küche, das heisst von 11:30 bis 13:30 Uhr und am Abend von 18 – 21 Uhr bin ich Chefkoch. Dazwischen bin ich Schlossherr und kümmere mich um vielerlei Aufgaben: Administratives, Treffen mit Brautpaaren, Besichtigungen für anderweitig interessierte Gäste oder z.B. auch dieses Telefonat als Teil des Marketings für den Tag des offenen Tors. Abends ist mein Tag dann typischerweise gegen 23 Uhr vorbei. Etwa 50% meiner Aufgaben haben mit Hochzeiten zu tun.

Du hast sehr lange Arbeitstage. Was ist das Schöne am Betreuen von Hochzeiten auf der Habsburg? Das ist ja auch immer viel Arbeit.

Brayan: Ich darf dabei sein, wenn sich zwei Menschen zueinander bekennen und den Schritt in die Ehe wagen. Das ist einfach schön.

Was kann bei all den Hochzeiten auch mal schwierig werden?

Brayan: Eigentlich nur, wenn das Brautpaar nicht weiss was es will. Dann ist es schwieriger zu spüren, was sie glücklich macht. Aber deswegen lasse ich die Brautpaare beim Kennenlernen immer über sich erzählen. Was sie mögen, was sie nicht so mögen. Das hilft z.B. auch bei der Auswahl des Menus. Und so lernt man sich langsam kennen und wir können uns besser auf das Paar einstellen.
Es kann aber auch mal vorkommen, dass sich ein Paar gedrängt fühlt gewissen Vorstellungen von Familie oder Gesellschaft gerecht zu werden. Oder Paare haben dominante Tätschmeister, die selber schon geheiratet haben. In solchen Situationen versuchen wir dem Brautpaar ans Herz zu legen für sich selber zu entscheiden, da sich der Hochzeitstag ganz allein nur um sie drehen soll.

Hast du einen Tipp für alle zukünftigen Brautpaare, die jetzt in der Planungsphase stecken?

Brayan: Kommunikation ist alles. Und ein guter Zeitplan. Ein Tipp ist zum Beispiel, den Hochzeitstanz erst nach dem Dessert zu veranstalten, damit die Tanz- und Partystimmung nicht unterbrochen wird.

Kannst du uns eine Anekdote aus deiner Zeit als Schlossherr erzählen?

Ja, zum Beispiel, dass ich mit einem Brautpaar bis zum Schluss so verbunden war, dass sie mich am Hochzeitstag sogar auf die Tanzfläche gezogen haben, um mit ihnen zu tanzen. Oder dass ich einer Braut geduldig mindestens 15 Minuten den Blumenstrauss gehalten habe, weil sie von den Gratulanten belagert wurde und ihre Trauzeugin nicht zur Stelle war. Hätte mich die Braut noch länger gebraucht, wäre ich auch noch länger dagestanden!

Gibt es etwas Weiteres, das dir wichtig ist zu erwähnen?

Brayan: Die Hochzeit jedes Brautpaares soll genau so individuell sein können, wie sie es sich wünschen. Es gibt kaum Wünsche, die wir nicht erfüllen können. Ich freue mich immer, wenn unsere Brautpaare anschliessend als Stammgäste zu uns ins Restaurant zurück kommen.

Kannst du dir denn all die Namen merken??

Brayan (lacht): Meistens schon, ja. Zumindest an die Gesichter kann ich mich immer erinnern.
[Anmerkung von Sara: Jedes Mal, wenn wir Kontakt haben, erzählt mir Brayan, dass abends noch das eine oder andere Paar zum Essen kommt. Eine runde Sache, wenn man gerne wieder dahin zurückkehrt, wo die Ehe begann…]

Am Sonntag, 3. Februar findet nun also der Tag des offenen Tors statt. Von 10 – 17 Uhr sind die Tore der Habsburg geöffnet, welche sich an diesem Tag komplett festlich dekoriert zeigen wird. Wir und einige weitere Aussteller sind ebenfalls vor Ort und zeigen euch, wie ihr euren Hochzeitstag gestalten könntet. Kommt vorbei und lernt Brayan (und uns) vor Ort kennen.

Wir freuen uns auf euch!

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