Ein Zweikampf, der keiner sein muss. Meist gehen Brautleute davon aus, dass ein gepflogenes Menu mit Bedienung automatisch teuer ist. Buffets hingegen, die sind etwas im Verruf und werden gar schnell als Potpourri abgestempelt. Aber was stimmt denn nun eigentlich? Welche Vor- und Nachteile haben Hochzeitsmenus und -Buffets tatsächlich? Folgender Artikel klärt diese Fragen und gibt Tipps, wie ihr die für euch richtige Festessen-Lösung findet. Nach ungefähr 250 erlebten Festmahlen haben sich da nämlich einige Ratschläge angesammelt.

Menu Buffet Hochzeit

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Bevor wir mit den Vor- und Nachteilen starten, klären wir doch noch kurz (und ganz grob) den Unterschied zwischen Menu und Buffet. Ein Menu ist in der Regel eine festgelegte, aufeinander abgestimmte Kombination von Speisen, welche den Gästen durch das Servicepersonal serviert wird. Das Buffet ist eine Auswahl an verschiedenen Speisen, die mit Schöpf- und Wärmebehältern aufgestellt wird und aus welchen sich die Gäste ihren Teller in Selbstbedienung zusammenstellen können. Aber eben, ganz so schwarz und weiss ist die Situation nicht und darum kommen wir jetzt zu unseren Menu-versus-Buffet-Tipps im Festessen-Battle.

Menu oder Buffet? Die Unterschiede

Gediegen und ruhig VERSUS „da läuft wenigstens was!“

Dadurch, dass ein Menu in der Regel serviert wird, entsteht automatisch mehr Ruhe im Festsaal und natürlich ist es gediegen, sich als Hochzeitsgast und Brautpaar bedienen zu lassen. Auf der anderen Seite tut gewissen Gesellschaften etwas Unruhe und Bewegung ganz gut. Es lockert die Atmosphäre auf und bringt etwas Schwung in die Bude.

Aufeinander abgestimmte Komponenten VERSUS Potpourri

Currysauce und Kartoffelgratin auf demselben Teller gibt es bei Menus definitiv nicht. Denn bei Menus sind nicht nur die einzelnen Komponenten eines Tellers/Gangs geschmacklich aufeinander abgestimmt, sondern auch die einzelnen Gänge untereinander. Beim Buffet hingegen, sind die Gäste freier, sich ihre Speisen selber auszusuchen. Damit die Gäste aber nicht mit einem üblen Potpourri an unterschiedlichsten und nicht zueinander passenden Speisen an ihren Tisch zurückkehren, sollten die Speisen den Gästen auf einer Speisekarte im Vorfeld unbedingt zur Ansicht zur Verfügung stehen. So ist es denjenigen Gästen, die darauf Wert legen, möglich, sich einen abgestimmten Teller zusammenzustellen. Auch gut funktionieren zwei Stationen mit zwei Hauptgängen. An den beiden Stationen sind dann alle Komponenten pro Hauptgang aufeinander abgestimmt. Auf diese Weise können die Gäste zwischen zwei Hauptgängen aussuchen oder tatsächlich auch panaschieren, wenn sie dies denn unbedingt möchten. Wenn Gäste am Buffet aber unwissend in der Schlange stehen, werden sie aus fast allen Behältern etwas schöpfen. Einfach, weil sie nicht wissen, was später noch kommt respektive zur Auswahl steht.

Zügig und koordiniert VERSUS zeitintensiver und frei

Ein serviertes Essen ist immer zügiger und koordinierter. Alle Gäste an einem Tisch werden gleichzeitig bedient und es kann miteinander gegessen werden. Zudem dauert ein Hauptgang mit Service in der Regel eine Stunde bis alle Teller wieder abgeräumt sind. Beim Buffet können das schnell anderthalb Stunden werden. Koordiniert eure Gäste beim Buffet unbedingt so gut wie möglich und lasst eure Gäste tischweise ans Buffet gehen. So können (hoffentlich) alle Gäste an einem Tisch miteinander essen.

Teuer VERSUS kostengünstig

Sobald Servicepersonal Speisen serviert, wird es automatisch teurer – ganz unabhängig von der Qualität der Speisen. Denn Mitarbeiter müssen bezahlt werden. Auf der anderen Seite muss es beim Menu ja auch nicht immer das teure Filet sein.

Ein paar allgemeine Tipps

Menu: Der Klassiker oder immer wieder das Gleiche

Glaubt es uns, bei 8 von 10 Hochzeit wird ein feines Filet aufgetischt. Wer sich zu seiner eigenen Hochzeit endlich mal ein Filet für sich und all seine Gäste leisten will, go for it! Aber es muss nicht immer dasselbe sein. Nur weil das Filet das hochgelobte Fleisch ist, ist es nicht immer das Beste. Denn es ist auch dasjenige Fleisch, an welchem euer Caterer/Restaurant am meisten verdient. Aber klar, wer vom Klassiker abweicht, riskiert, dass das Menu nicht allen Gästen schmeckt (mal abgesehen von den Vegetariern). Als People-Pleaser bringt der Filet- oder Roastbeef-Klassiker klar Vorteile.

Kombination von Menu und Buffet

Selbstverständlich müssen nicht alle Gänge serviert werden und es müssen auch nicht alle Gänge Buffets sein. Oft wird auch bei einem Hauptspeisen-Buffet die Vorspeise serviert und Dessertbuffets sind allgemein sehr beliebt. Hier sind also alle Kombinationen möglich und sinnvoll.

Fazit

Findet heraus, was euch wichtig ist und sucht euch einen Caterer oder ein Restaurant, das euch genau das anbietet. Restaurants und Caterer machen oft immer das Gleiche – challenged die Gastronomen etwas. Wenn ihr unbedingt ein Menu haben wollt, eurer Budget aber begrenzt ist, findet heraus, welches die Alternativen zum Rindsfilet sind. Und wenn ihr euch für ein Buffet entscheidet, dann könnt ihr mit etwas guter Organisation trotzdem Ruhe und gut aufeinander abgestimmte Teller anbieten.

Bonus für Tätschmeister: Wie lange dauern die Gänge??

Folgende Zeiten sind gerechnet ab Servieren / Anstehen am Buffet bis die Teller wieder abgeräumt sind bei einer durchschnittlichen Anzahl Gästen von 70-80 Personen. Die Angaben basieren auf unseren langjährigen Erfahrungswerten, können aber natürlich abweichen.

Vorspeise
Menu und Buffet: 30 Minuten

Hauptgang
Menu: 1 Stunde
Buffet: 1.5 Stunden

Dessert (mit Tortenanschneiden und Kaffee)
Menu und Buffet: circa 1 Stunde

Na dann – en Guete!

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